4- Länder Online Schach Projekt des Konrad- Adenauer- Gymnasiums

4- Länder Online Schach Projekt des Konrad- Adenauer- Gymnasiums

 

“ Eigentlich sollte es ein 5- Länder- Projekt werden”, berichtet Kersten Linke, der die Schach AG am Konrad- Adenauer- Gymnasium (KAG) ehrenamtlich leitet, “ aber unserer blinder Schachfreund Olivier Deville, der via Skype zugeschaltet werden sollte, sah sich angesichts der Ereignisse in Paris nicht in der Lage, mir uns zu spielen. Betretenes Schweigen bei den Kindern, die sich sehr auf diese ungewöhnliche Begegnung am Schachbrett gefreut hatten, aber sie haben es verstanden.  Umso mehr freuen wir uns jetzt darauf, ihm im nächsten Jahr beim Internationalen Blinden Integration Schachturnier in Haaksbergen persönlich zu begegnen.”

Im minus 25 Grad kalten Jakutsk wurde der Skype Anruf der KAG Schüler schon von der Deutsch Diplom Gruppe des Sacha- Gymnasiums unter der Leitung von Svetlana Klimova erwartet, die sofort an einen Gast übergab: Schulleiterin Valentina Sofroneeva gratulierte dem KAG persönlich zum bevorstehenden Schuljubiläum. “ Und sie hatte ein verfrühtes Geschenk dabei, denn unsere Freunde vom Sacha- Gymnasium waren nicht allein gekommen, bei Schach und Chat meldeten sich gleich drei weitere Stadtgymnasien und die Schule aus Batagei, dem Kältepol der nördlichen Hemisphäre”, freute sich Linke. Nach einer Stunde  verabschiedete sich die Schulleiterin dann mit der Frage, ob das KAG  auch am Schuljubiläum des Sacha Gymnasiums im Herbst 2016 teilnehmen würde.

 

Weiter ging die virtuelle Reise nach Kemerowo, einer 650000 Einwohnerstadt an einer Nebenstrecke der Transsibirischen Eisenbahn. Die KAG Schüler wurden von den Deutschschülern der Schule 41 gerufen. Das dortige Organisationsteam um Konrektorin Irina Duzhik hatte sich eine musikalische Begrüßung einfallen lassen, einen Kinderchor und einen Solosänger. “ Wir waren alle sehr zufrieden und hoffen, dass sich unsere Freundschaft weiter entwickelt. Wir sind bereit die Unterstützung zu geben”, schrieb das Organisationsteam. Einen besonders nachhaltigen Eindruck hinterließ Ilja , das Gesicht und die Stimme des KAG via  Skype an diesem Tag : “ Er war sehr nett und offen. Unsere Schüler hatten so die Möglichkeit Deutsch via Skype zu üben. Sie möchten mit ihm im Briefwechsel stehen und chatten.”

 

Die nächsten virtuellen Gäste meldeten aus dem Kaukasus, die Deutschgruppe der Tjuman Oberschule aus Gyumeri, der zweitgrößten Stadt Armeniens ,mit ihrer Leiterin Lusine Ilikiyan.  “ Wir sind auf jeden Fall bei einem Folgeprojekt wieder dabei”, hieß es bei der Verabschiedung, “ und ein ganz besonderes Lob an Ilja, er hat es toll gemacht”.

Erstmalig dabei war “Ekilibre”, eine Gruppe aus Antananarivo, der Hauptstadt der Insel Madagaskar im Indischen Ozean ( plus 25 Grad) Für Projektleiterin Nomena Rasoamanandraibe ist Schach und Chat ein Weg, “ den Kindern zu zeigen, dass Sprache und Kontakte ein anderer Weg sind, als abzuhängen und sich mit Alkohol zu beschäftigen.”  “ Was Kontakte angeht, zeichnet sich ein Erfolgserlebnis ab, denn die Projektleiterin aus Jakutsk hat sich bereits nach dem E- Mail Kontakt erkundigt”, schließt Linke.